NATIONALES JUGENDORCHESTER DER NIEDERLANDE
© Nic Limper

© Nic Limper

Das Nationale Jugendorchester der Niederlande (NJO) ist Teil des umfangreichen „Summer Festival“, bei dem 160 junge Musikerinnen und Musiker – nicht nur aus den Niederlanden – in die Provinz Gelderland kommen, um dort mehrere Wochen in unterschiedlichsten Ensembles mit hervorragenden Dozenten zu arbeiten. Höhepunkt des Projekts ist der NJO Musiksommer, bei dem (diesmal vom 5. bis 21. August 2016) die Ergebnisse der Probenarbeit präsentiert werden. Young Euro Classic erlebte in den letzten Jahren bereits das Barockorchester und die Opern-Compagnie, jetzt ist wieder einmal das große Symphonieorchester an der Reihe. Im NJO spiegelt sich die äußerst reiche Musiktradition der Niederlande wieder, die – wie schon vor 100 Jahren bei Gustav Mahler – auch heute immer ein offenes Ohr für die zeitgenössische Musik hat. So wirkten in den letzten Jahren Komponisten wie Steve Reich, John Adams, Kaaja Saariaho und Wolfgang Rihm als „Composer in Residence“ beim NJO.

www.njo.nl 

Niederlande
25. August 2016 20:00

Konzerthaus, Berlin

Rolf-Dieter Krause

Journalist, ehemaliger Leiter des ARD Studios Brüssel

© WDR/Herby Sachs

© WDR/Herby Sachs

Schwere Zeiten in Brüssel! Nach der Entscheidung der Briten für den Brexit hatte die Hauptstadt Europas Ende Juli auch noch den Krexit zu verkraften: Rolf-Dieter Krause, jahrzehntelang der „Mr. Europa“ der ARD, wurde mit wahrlich wohlverdienten Lobeshymnen in den Ruhestand verabschiedet. Jetzt ist er ein Berliner. Krause, in Lüneburg geboren, begann als Lokalredakteur in Unna, Kamen und Hamm, wechselte 1982 zum WDR-Landesstudio in Düsseldorf und arbeitete von 1985 bis 1990 als ARD-Korrespondent in Bonn. 1990 landete er dann da, wo er hingehörte: in Brüssel. Nach einem Intermezzo als Stellvertretender Studioleiter in Bonn und als Programmchef des WDR-Fernsehens in Köln in 2000, hatte Brüssel ihn seit 2001 wieder – für den Rest seines Berufslebens. Als Europa-Erklärer war der auch körperlich baumlange Korrespondent weitere 15 Jahre lang eine Klasse für sich. Und bedauerte nur manchmal, so wenig Zeit für die Berichterstattung aus den Ländern zu haben, für die er in Brüssel – neben der EU und der NATO – auch zuständig war: Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Vor allem die Niederlande fand er immer besonders spannend. Warum? Davon wird er in seiner Patenrede bei Young Euro Classic erzählen können.

 Pate des Abends
Antony Hermus
 © Marco Borggreve

© Marco Borggreve

Antony Hermus ist zur Zeit künstlerischer Berater des Nationalen Jugendorchesters der Niederlande und erster Gastdirigent des Noord Nederlands Orkest. Gastiertätigkeiten führten ihn u.a. zum Philharmonia Orchestra, dem Königlichen Concertgebouw Orchester, zur Philharmonie Rotterdam, zur Radiophilharmonie der Niederlande, den Bamberger Symphonikern, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig und dem Orchestre de la Suisse Romande. Seine Debüts mit der Königlichen Flämischen Philharmonie, dem BBC Philharmonic und dem Philharmonischen Orchester Seoul stehen bevor. Er studierte Klavier und Dirigieren am Konservatorium Tilburg und wurde 2007 Generalmusikdirektor am Theater Hagen. Von 2009 bis 2015 war Hermus Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater, wo er in drei aufeinanderfolgenden Jahren von der Zeitschrift Opernwelt als Dirigent des Jahres nominiert wurde. Er hat an der Staatsoper Stuttgart, an der Komischen Oper Berlin, am Studio der Opéra Paris, in Rennes und an der Niederländischen Reiseoper dirigiert; 2016 kehrt er mit der Premiere von Marschners Vampyr zurück an die Komische Oper Berlin und debütiert an der Oper Göteborg mit Verdis Macbeth.

antonyhermus.com

Dirigent
Hannes Minnaar
© Marco Borggreve

© Marco Borggreve

Der niederländische Pianist Hannes Minnaar studierte am Konservatorium von Amsterdam und startete seine Karriere mit Preisen beim Genfer Klavierwettbewerb (2008) und beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel (2010). Inzwischen ist der 32-Jährige als Solist unter bedeutenden Dirigenten wie Frans Brüggen, Herbert Blomstedt, Eliahu Inbal und Edo de Waart aufgetreten. Sein zweites CD-Album Bach Variations erhielt hohes Lob in der Fachpresse; derzeit arbeitet Minnaar an einer Gesamtaufnahme aller Beethoven-Klavierkonzerte. Live präsentiert er diese Konzerte u.a. mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra (Jiří Bělohlávek), BBC Philharmonic (Juanjo Mena) und London Philharmonic Orchestra (Manfred Honeck). Als Mitglied des mehrfach ausgezeichneten niederländischen Van Baerle Trio ist der Pianist auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker; 2015 gab das Klaviertrio 18 Konzerte im Rahmen der Reihe „Rising Stars“, darunter in Wien, Paris und London.

www.hannesminnaar.com

Klavier

JOEY ROUKENS

„Chase“ (2013, Deutsche Erstaufführung)

JOHANNES BRAHMS

Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83 (1881)

RICHARD STRAUSS

Suite aus „Der Rosenkavalier“ op. 59 (1911/1944)

MAURICE RAVEL

„La Valse“ (1920)

PROGRAMM

Bei diesem Konzert des Nationalen Jugendorchesters der Niederlande (NJO) kommen die Fans des üppigen Orchesterklangs voll auf ihre Kosten – auch wenn die Farben immer wieder anders gemischt werden! Im zweiten Klavierkonzert von Johannes Brahms rauscht das Orchester mal mächtig auf, dann wieder zieht es sich zu zarten, melancholischen Tönen zurück. Und während das Klavier dem Solisten technisch und musikalisch alles abverlangt, darf das Violoncello im langsamen Satz in einer wunderschönen Melodie schwelgen. In der Rosenkavalier-Suite von Richard Strauss rauscht es sehr viel wienerischer, üppig, vital, brillant vom ersten bis zum letzten Takt. Und dann gibt es da noch den brodelnden Abgesang auf den Wiener Walzer, La Valse von Maurice Ravel, mit dem das NJO den fulminanten Schlusspunkt seines Konzertes bei Young Euro Classic setzt.

 

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