Moldovan National Youth Orchestra

Gegründet wurde das Nationale moldawische Jugendorchester im Sommer 2011 von der Musik- und Chorvereinigung der Republik Moldau auf Initiative des jungen Dirigenten Andriano Marian.  Die etwa 200 jungen Instrumentalisten mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren studieren größtenteils an Hochschulen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Russland und anderen europäischen Staaten. In den vergangenen fünf Jahren hat das Orchester bereits über 50 Konzerte absolviert; das weitgefächerte Repertoire reicht von den Russen Tschaikowski und Prokofjew über die Ungarn Bartók und Kodály bis zu Brahms und Mendelssohn, Ravel und Fauré. In seiner Absicht, klassische Musik einem breitem Publikum vorzustellen, legt das Moldovan National Youth Orchestra besonderen Wert auf Auftritte außerhalb von Konzertsälen, etwa auf Straßen und Plätzen. Chefdirigent des Orchesters ist Gabriel Bebeselea.

Republik Moldau
27. August 2017 20:00

Konzerthaus, Berlin

Boris Aljinovic

Boris Aljinovic geht es wie so vielen begnadeten Bühnen- und Theater-Schauspielern: Richtig bekannt geworden ist der Sohn einer Deutschen und eines Kroaten vor allem durch das Fernsehen. 14 Jahre lang gab er an der Seite von Dominic Raacke (alias Till Ritter) den Berliner Tatort-Kommissar Felix Stark. Damit ist seit drei Jahren Schluss – und im Gegensatz zu manchen anderen hat Aljinovic die Handschellen souverän an den Nagel gehängt, ohne diesem Schauspielamt in der Boulevardpresse nachzuweinen. Nach langen Tatort-Jahren und vielen Filmen, z.B.an der Seite von Otto Waalkes, kennt den vielseitigen Schauspieler, der ebenso albern und verspielt wie nachdenklich und tiefgründig sein kann, ohnehin fast jeder in Deutschland. Leise und nachdenklich ist er auch als Mensch – mit feinem Humor begabt. Kein  Wunder: Ursprünglich wollte Boris Aljinovic Comic-Zeichner werden. Zurzeit tobt sich der 50-Jährige vornehmlich wieder auf der Bühne aus, produziert erfolgreiche Hörbücher – und kämpft gern monatelang und häufig ganz allein in seinem Segelboot mit Wind und Wellen statt mit imaginären Verbrechern.

Pate des Abends
Gabriel Bebeselea

Der junge rumänische Dirigent Gabriel Bebeselea machte 2010 seinen Bachelor-Abschluss im Fach Dirigieren an der Musikakademie Cluj-Napoca, 2012 folgte sein Master-Examen an der Musikuniversität in Bukarest. Gleichzeitig erhielt er ein Stipendium, um als Dirigierassistent am renommierten Concertgebouw-Orchester in Amsterdam zu arbeiten. 2015 gewann er den Lovro-von-Matacic-Dirigierwettbewerb in Zagreb, 2016 stand er im Halbfinale beim Gustav Mahler-Dirigierwettbewerb in Bamberg. Einen großen Erfolg feierte Bebeselea im Sommer 2016 mit Rossinis Il viaggio a Reims beim Rossini-Festival in Pesaro. Im Dezember 2017 wird er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin eine CD mit Werken des rumänischen Komponisten George Enescu aufnehmen. Derzeit wirkt der 29-Jährige als Chefdirigent des Nationalen Rumänischen Opernhauses und der Transsilvanischen Philharmonie in Cluj-Napoca sowie als Künstlerischer Leiter des moldawischen Jugendorchesters.

www.gabrielbebeselea.com

 Dirigent
Valentina Nafornița

© Dragosh Cojcaru

Die gerade einmal 30-jährige Sopranistin Valentina Nafornița katapultierte sich 2011 ins internationale Rampenlicht, als sie den prestigereichen Gesangswettbewerb der BBC Singer of the World im walisischen Cardiff gewann. Seitdem ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie wichtige Mozartrollen wie Susanna und Pamina, aber auch die Norina in einer Neuproduktion von Donizettis Don Pasquale an der Seite von Juan Diego Florez gesungen hat. Der peruanische Tenor war neben Joyce DiDonato auch ihr Partner in Massenets Werther in Paris. An der Staatsoper Berlin war Valentina Nafornița als Oscar in Verdis Ballo in maschera zu erleben; an der Mailänder Scala trat sie unter Gustavo Dudamels Leitung als Gilda in Rigoletto auf. Die moldawische Sopranistin lebt mit ihrem Mann, dem Bariton Mihail Dogatari, in Wien. Mit ihrem sozial engagierten Verein CCF hilft sie Heimkindern in ihrem Heimatland bei der Wiedereingliederung in ihre Familien.

www.nafornita.com

 Sopran

MIECZYSŁAW WEINBERG

Rhapsodie über moldawische Themen op. 47/1 (1949)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Konzertarie „Ah, lo previdi! - Ah, t’invola - Deh, non varcar" KV 272 (1777)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Konzertarie „Bella mia fiamma, addio“ C-Dur KV 528 (1787)

GEORGE ENESCU

„Pastorale - Fantaisie“ (1899, Deutsche Erstaufführung)

MODEST MUSSORGSKI

„Bilder einer Ausstellung“ (1874/1922 instrumentiert von Maurice Ravel)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Ein kleines Land im Osten Europas stellt sich mit seinem nationalen Jugendorchester bei Young Euro Classic vor. Aus der Republik Moldau kommen die jungen Musikerinnen und Musiker, aber viele von ihnen studieren in Deutschland und Österreich, in den Niederlanden oder Skandinavien. Kein Wunder, dass sie ein höchst ambitioniertes Programm mitbringen, das die reiche Musiktradition der Nachbarländer miteinbezieht. Denn George Enescu, Rumäniens bedeutendster Komponist, ist ebenso zu hören wie der Pole Mieczysław Weinberg mit seiner Rhapsodie über moldawische Themen. Und nicht zu vergessen die packenden Bilder einer Ausstellung des Russen Modest Mussorgski, die im Finale dem „Großen Tor“ in der ukrainischen Hauptstadt Kiew huldigen. Aber auch die Republik Moldau bringt große Musiker hervor: Im Festivalkonzert singt die junge Sopranistin Valentina Nafornița, Mitglied der Wiener Staatsoper, zwei großartige Konzertarien von Mozart.

Mitschnitt

Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit am 29.08.17 ab 20:03 Uhr gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

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Dieses Konzert wird LIVE und ON DEMAND auf ARTE CONCERT gestreamt: concert.arte.tv/young-euro-classic

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