JUGENDORCHESTER RUMÄNIEN-MOLDAU

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Das Jugendorchester Rumänien-Moldau kommt 2016 erstmals zum Festival Young Euro Classic. Gegründet 2014 von Marin Cazacu, dem Künstlerischen Leiter des Rumänischen Jugendorchesters, und dem Dirigenten Cristian Mandeal, gab es sein Debüt mit großem Erfolg im Februar 2015 im Rumänischen Athenaeum in Bukarest. Der Name ist Programm: Etwa drei Viertel der 90 Musikerinnen und Musiker zwischen 17 und 25 Jahren spielen auch im Rumänischen Jugendorchester, ein Viertel schickt das Jugendorchester der Republik Moldau. Diese beiden Ensembles sind ebenfalls noch jung; das rumänische Jugendorchester wurde 2008 gegründet, das moldauische 2013. Die Kooperation der Orchester hat auch eine starke politische Tragweite, sind doch die Beziehungen zwischen beiden Ländern durch negative Erfahrungen zu Zeiten des Kommunismus und der Sowjetunion (der Moldau nach dem Zweiten Weltkrieg zugeschlagen wurde) bis heute belastet.

International
26. August 2016 20:00

Konzerthaus, Berlin

Richard David Precht
© Amanda Berens

© Amanda Berens

Philosoph, Schriftsteller und Publizist

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seine Bücher wie „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“, „Liebe – ein unordentliches Gefühl“ und „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ sind internationale Bestseller und wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.

Pate des Abends
Cristian Mandeal
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© Virgil Oprina

Der rumänische Dirigent Cristian Mandeal, Jahrgang 1946, absolvierte ein Studium an der Musikakademie in Bukarest, bevor er seine Ausbildung bei Herbert von Karajan in Berlin und Sergiu Celibidache in München vervollständigte. Von 1987 bis 2009 war er Chefdirigent und Generalmusikdirektor der Bukarester Philharmonie. Neben rumänischen Orchestern leitete er namhafte Orchester in ganz Europa und war bis 2009 Erster Gastdirigent des Hallé Orchestra in Manchester sowie bis 2013 des Philharmonischen Orchesters Kopenhagen. Dabei dirigierte er über 60 Uraufführungen rumänischer und nicht-rumänischer Komponisten. Unermüdlich setzt sich Mandeal vor allem für das Werk seines Landsmanns George Enescu ein, dessen gesamtes symphonisches Schaffen er auf CD aufgenommen hat. In den letzten Jahren widmet sich der 70-Jährige verstärkt dem Aufbau des Rumänischen Jugendorchesters, mit dem er schon 2012 und 2014 bei Young Euro Classic aufgetreten ist, und dem Rumänischen Nationalen Symphonieorchester.

Dirigent
Andrei Ioniţă
© Daniel Delang

© Daniel Delang

Derzeit studiert Andrei Ioniţă noch an der Universität der Künste in Berlin bei Jens-Peter Maintz. Und dennoch ist der 22-Jährige schon auf dem Weg zur großen Karriere: Im Juni 2015 gewann er den 1. Preis beim prestigeträchtigen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau; seitdem reiht sich eine Einladung an die andere, z. B. für Konzerte mit Valery Gergiev in St. Petersburg, München, Baden-Baden und London. Ioniţăs Erfolg kam nicht überraschend; schon 2014 erspielte er sich 2. Preise beim ARD-Wettbewerb in München und beim Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin. Daraufhin erhielt er eine Einladung der Kronberg Academy, wo er mit Gidon Kremer und Christian Tetzlaff zusammen musizierte. Geboren in Bukarest, begann der junge Andrei mit acht Jahren das Cellospiel, 2012 kam er nach Berlin. Er ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und spielt auf einem Rogeri-Violoncello von 1671.

Violoncello

GEORGE ENESCU

Suite Nr. 1 C-Dur op. 9 (1903)

PIOTR I. TSCHAIKOWSKI

Variationen über ein Rokoko-Thema op. 33 (1877)

SERGEI PROKOFJEW

„Romeo und Julia“ Suite op. 64 (1936):
1. Die Montagues und Capulets 2. Julia, das kleine Mädchen 3. Masken 4. Romeos Abschied von Julia 5. Tybalts Tod 6. Romeo am Grabe Julias

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Katja Tschirwitz im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Ganz aus dem reichen osteuropäischen Musikrepertoire schöpft das Konzert des Jugendorchesters Rumänien-Moldau, das erstmals bei Young Euro Classic zu erleben ist. Ganz selbstverständlich steht dabei der größte Komponist Rumäniens, George Enescu, an erster Stelle – mit seiner originellen, hierzulande viel zu selten gespielten 1. Orchester-Suite C-Dur von 1903, die rumänischen Volkston mit französischer Eleganz und deutscher Expressivität verbindet. Ein Feuerwerk instrumentaler Effekte wird in Sergei Prokofiews Ballett Romeo und Julia entzündet, um die tragische Geschichte von Shakespeares berühmtem Liebespaar zu schildern; die jungen Musiker aus Rumänien und Moldau spielen daraus eine Suite mit den berühmtesten „Nummern“. Und noch ein Feuerwerk wird abgebrannt: die höllisch schweren Rokoko-Variationen von Piotr Tschaikowski, bei denen der junge rumänische Cellist Andrei Ioniţă sein glänzendes Talent unter Beweis stellen kann.

 

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