Gustav Mahler Jugendorchester

© Cosimo Filippini

Bei der Gründung des Orchesters in Wien 1986 war es noch die Idee Claudio Abbados, mit Hilfe der Musik die Grenzen des Eisernen Vorhangs zu überwinden. 30 Jahre später ist aus dem Gustav Mahler Jugendorchester längst ein gesamteuropäisches Orchester geworden – mit 2000 jungen Musikern, die sich Jahr für Jahr in 25 Städten um die etwa 100 Plätze bewerben. Dementsprechend hoch ist das Niveau, und auch die Liste der Dirigenten liest sie wie ein Who’s Who der internationalen Szene: von Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Sir Colin Davis, Peter Eötvös, Bernard Haitink und Mariss Jansons in der älteren Generation bis zu den Jüngeren wie Paavo Järvi, Vladimir Jurowski, Daniel Harding, Jonathan Nott und David Afkham. In den großen Sälen in London, Amsterdam, Wien und New York ist das Gustav Mahler Jugendorchester ebenso aufgetreten wie bei den Festivals in Salzburg und Luzern, in Edinburgh und bei den BBC Proms. Nach seinem gefeierten Auftritt 2016 unter Philippe Jordan ist das Gustav Mahler Jugendorchester nun erneut zu Gast bei Young Euro Classic.

www.gmjo.at

International
31. August 2017 20:00

Konzerthaus, Berlin

Patricia Schlesinger

© rbb Thorsten Klapsch

Als Journalistin war Patricia Schlesinger beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) Reporterin, Redakteurin und Moderatorin für das ARD-Magazin „Panorama“. Sie leitete das ARD-Studio Südostasien in Singapur und war USA-Korrespondentin in Washington. Nach ihrer Rückkehr übernahm sie die Leitung des Programmbereichs Kultur und Dokumentation beim NDR Fernsehen. Seit 2016 ist sie Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Von Patricia Schlesinger betreute Produktionen gewannen zahlreiche Auszeichnungen – darunter der Deutsche Filmpreis, Grimme- und Fernsehpreis, ein Emmy Award und ein Oscar. Patricia Schlesinger engagiert sich im Kuratorium der Freien Universität Berlin, im Hochschulrat der HfS „Ernst Busch“ sowie im Deutschen Komitee für UNICEF. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter.

Patin des Abends
Ingo Metzmacher

© Harald Hoffmann

Den Dirigenten Ingo Metzmacher braucht man in Berlin nicht besonders vorzustellen. Spätestens in seiner Zeit als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters (2007-2010) hat er mit seinen thematischen Konzertzyklen („Von deutscher Seele“, „1909“) und den von ihm moderierten „Casual Concerts“ bleibende Eindrücke hinterlassen. Der 58-jährige Metzmacher beherrscht ein riesiges Konzert- und Opernrepertoire, das besonders starke Akzente auf der Musik des 20. Jahrhunderts sowie bei zeitgenössischen Komponisten setzt. Werke von Karl Amadeus Hartmann, Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm zählen ebenso dazu wie Olivier Messiaen, Luigi Nono und Edgard Varèse. Zugleich engagiert sich Metzmacher auch für romantische Raritäten von Schubert, Humperdinck oder Pfitzner; an der Genfer Oper leitete er 2013/14 eine Neuproduktion von Wagners Ring. In diesem Frühjahr finden unter Metzmachers künstlerischer Leitung zum zweiten Mal die KunstFestSpiele Herrenhausen statt.

www.ingometzmacher.com

 Dirigent
Jean-Yves Thibaudet

© Decca/Kasskara

Der französische Pianist Jean-Yves Thibaudet ist nicht nur in allen großen Konzertsälen dieser Welt, sondern auch in Berlin regelmäßig zu Gast. Zuletzt trat er als Solist in Messiaens Turangalîla-Symphonie beim Musikfest Berlin auf und spielte im November mit dem DSO Klavierwerke von Gershwin und Qigang Chen. Dies zeigt die enorme Bandbreite des Pianisten, die Saint-Saëns, Schumann und Grieg ebenso einschließt wie Tschaikowski, Chatschaturjan, Duke Ellington und Bill Evans. In dieser Saison tourte Thibaudet mit dem West Australian Symphony Orchestra durch China. Zugleich wirkt er als Artist-in-Residence beim Orchestre National de France, den Wiener Symphonikern und der Colburn School in Los Angeles; dabei stehen solistische Auftritte neben Kammermusik und Meisterkursen. Darüber hinaus pflegt Thibaudet sein Faible für Filmmusik, zuletzt mit Aaron Zigmans Musik zu Wakefield (2016). Auch in den Soundtracks von Atonement (2007) und Extremely Loud & Incredibly Close (2012) wirkte er als Solist mit.

www.jeanyvesthibaudet.com

Klavier

ARNOLD SCHÖNBERG

„Begleitmusik zu einer Lichtspielscene“ op. 34 (1930)

GEORGE GERSHWIN

Konzert für Klavier in F (1925)

BÉLA BARTÓK

„Der wunderbare Mandarin“ op. 19 (1919)

MAURICE RAVEL

„Daphnis et Chloé“ Suite Nr. 2 (1907/1912)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Im vergangenen Jahr sorgte das Gustav Mahler Jugendorchester mit Mahlers Neunter für einen unvergesslichen Abend. Jetzt machen die Musiker auf ihrer Sommertournee wieder Station in Berlin. Einst von Claudio Abbado gegründet, spielt das GMJO seit 30 Jahren an der Spitze der weltbesten Jugendorchester mit. Bekannte Dirigenten geben ihre ganze Erfahrung an die jungen Musiker weiter – so auch beim Berliner Festivalauftritt 2017, wenn Ingo Metzmacher das Orchester leitet. Das Programm mit Highlights des frühen 20. Jahrhunderts ist so recht auf die Fähigkeiten dieses Ensembles zugeschnitten: Bartóks höchst anspruchsvolle Musik zu dem Ballett Der wunderbare Mandarin, dazu die rauschhafte Suite Nr. 2 aus Ravels Daphnis et Chloé. Und als jazziger Kontrast Gershwins Klavierkonzert in F, mit einem gefeierten Kenner dieses Stücks an den Tasten: dem Franzosen Jean-Yves Thibaudet.

Bildergalerie

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