Europäischer Komponistenpreis

Prämiert wird die beste auf dem Festival präsentierte Uraufführung oder Deutsche Erstaufführung. Die Entscheidung über die Verleihung des mit 5.000 € dotierten Komponistenpreises fällt eine ehrenamtliche Jury aus zehn musikbegeisterten Laien plus Vorsitzender/m.

Europäischer Komponistenpreis 2014

Aziza Sadikova gewann mit ihrem Werk „Brief Scherben“

Der Europäische Komponistenpreis 2014 ging an die usbekische Künstlerin Aziza Sadikova für ihr Werk „Brief Scherben“, das im Rahmen von Young Euro Classic 2014 in Berlin uraufgeführt wurde.

Die Jury begründete ihre Wahl mit der Verschiedenartigkeit musikalischer und darstellerischer Ausdrucksmittel, die als Töne, Klänge und Wörter wie ein Gebet aus einer fernen Welt geisterhaft und doch intensiv zerrüttend zu hören sind. Die Komposition berühre, „durch Bilder, die im Kopf entstehen“.

Aziza Sadikova (1978) erhielt schon mit fünf Jahren Unterricht in Klavier und Komposition in Usbekistan. Sie setzte diese Studien am Staatlichen Konservatorium von Taschkent, am Konservatorium in Birmingham und am Trinity College of Music in London fort. Ihre Musik ist u.a. beim Salzburger Aspekte-Festival, bei Wien Modern und beim Southbank Festival in London erklungen. 2013 schrieb sie das Musiktheaterprojekt „Voices from Ravensbrueck“ im Auftrag der Kulturfeste Land Brandenburg sowie eine Kinderoper für die Potsdamer Kammerakademie. Ihr jüngstes Projekt ist eine Kammeroper, die sie zusammen mit dem österreichischen Autor Arno Geiger realisiert.

Aziza Sadikova – Gewinnerin des Europäischen Komponistenpreises 2014

Die Gewinner

2000-2013

Silvia Colasanti – Gewinnerin des Europäischen Komponistenpreises 2013
© Pietro Meloni

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Olga Viktorova – Gewinnerin des Europäischen Komponistenpreises 2012, bei der Preisübergabe mit Dr. Knut Nevermann und Dr. Willi Steul

Young Euro Classic 2014: Publikumsjury

Die Publikumsjury 2014

Silvia Colasanti (Italien): „Responsorium“ 2013

Olga Viktorova (Russland): „Lux Aeterna“ 2012

Gonzalo Grau (Venezuela): „Aqua“ (Wasser-Oratorium) 2011

Archil Giorgobiani (Georgien): „Azari“ (Abchasische Begräbnismusik) 2010

Niels Klein (Deutschland): „Refractions“ (Lichtbrechungen) 2009

Ahmet Altinel (Türkei): „Le Sources de la Nuit“ 2008

Guohui Ye (China): „Spätherbst für Orchester“ 2007

Magnar Åm (Norwegen): „‘tisn’t the snow falling, it’s us leaving the ground“ 2006

Ülo Krigul (Estland): „Jenzeits“ 2005

Nina Šenk (Slowenien): „Konzert für Violine und Orchester“ 2004

Joachim F. W. Schneider (Deutschland): „Sylphidentänze“ 2003

Anatolijus Senderovas (Litauen): „Konzert in Do“ 2002

Stefán Arason (Island): „10-11“ 2001

Magnus Lindberg (Finnland): „Cantigas“ 2000