Pressestimmen 2011

Young Euro Classic sprengt alle Grenzen. Ein Resümee nach 17 Abenden im Konzerthaus
„Was haben ein Musikfestival und eine Fluglinie gemeinsam? Beide können abheben. Das Beispiel Air Berlin zeigt, wie man es nicht machen sollte: Die Nummer zwei auf dem deutschen Luftmarkt ist sprunghaft und ohne erkennbaren Plan gewachsen. Jetzt hat der Chef seinen Posten geräumt – wieder überhastet übrigens. Das Festival Young Euro Classic dagegen bleibt sich unter der umsichtigen Leitung von Gabriele Minz selbst treu, nimmt keine grundstürzenden Veränderungen vor und wächst trotzdem, langsam und solide.“
Udo Badelt, der Tagesspiegel, 22.08.2011


„Bei dem Orkester Norden, das unter der Leitung von Rolf Gupta Musiker aus Skandinavien, dem Baltikum und Island versammelt, brauchte man kaum noch Nachsicht im Urteil üben. Das waren hochprofessionelle, durchdachte Interpretationen. Man erlebte Rachmaninows drittes Klavierkonzert mit dem einunddreißigjährigen, noblen Solisten Kristian Lindberg endlich einmal als Stück ohne Hetze, Aggression und Protzerei, sondern voll besonnener Kraft und nachdenklichem Lauschen (da hat in den Bratschen der Roggen der Felder geduftet). Und mit weittragender Spannung war Sibelius’ fünfte Symphonie erfüllt vom Flügelschlagrhythmus großer Vögel – eine schöne Erinnerung an die Zeit von damals, als der Mensch mit der Natur noch die Hoffnung auf Genesung verband.“
Jan Brachmann, FAZ, 18.08.2011


„Young Euro Classic zieht die grenzenlos mobile Klassikjugend an, so wie Berlin die internationalen Easyjetsetter.“
Frederik Hanssen, Tagesspiegel, 07.08.2011


„Als Komponist zeigt sich der vielseitige Ruzicka mit der erst tags zuvor uraufgeführten „Aulodie“ für Oboe und Kammerorchester, Anlass für weitschwingende Kantilenen und brillante Kaskaden des Solisten Albrecht Mayer. Seinen bukolischen Farbenreichtum kontrastiert das Orchester: grell wetterleuchten lang gehaltene Flageoletts, düster grummelt es in den Pauken. Erst bei Beethovens 4. Sinfonie kann das Orchester seine Klasse zeigen: Die jedes Jahr neu als aller Welt zusammenkommenden Jugendlichen machen darauf einen Rausch aus Tempo, Witz und Intelligenz.“
Isabel Herzfeld, Tagesspiegel, 08.08.2011


„Die 22 Konzerte von Orchestern aus allen fünf Erdteilen sind im europäischen Festivalsommer ein Solitär.“
Hans-Peter Siebenhaar, Handelsblatt, 04.08.2011


„Das Publikum hielt den Atem an, um den letzten Ton verklingen zu lassen, tobte, tanzte auf den Rängen, war begeistert, berührt und glücklich. Diese Stimmung war - auch im zwölften Jahr - typisch für das Festival der besten Jugendorchester der Welt.“
Genussmänner, 22.08.2011


„Zugespitzt wird diese Vereinigung von europäischer Klassik, Atonalität und indianisch-afrikanischer Rhythmuskunst in der Uraufführung von Wellington Gomes' Perkussions- träumen "Sonhos Percutidos" aus dem Jahr 2006. An dessen Ende bleibt kein Raum mehr für westeuropäisch-hochkulturelle Zurückhaltung. Die Samba bricht sich mit dem weltberühmten Stück "Tico Tico" Bahn, und Orchester und Publikum feiern hemmungslos einander.“
Oliver Hafke Ahmad, Märkische Oderzeitung, 08.08.2011


„Das Konzert des türkisch-deutschen Festivalorchesters wurde flankiert von einer Lesung von Hatice Akyün. In ihrer Intelligenz und ausgesprochen deutsch geprägten Eloquenz war die Journalistin, Tochter eines türkischen Gastarbeiters, sicherlich Balsam für die Seelen der deutschen Bildungsbürger im Konzertsaal. Sie konnten sich hier sicher fühlen, dass bei der Integration der Gastarbeiter und ihrer Nachkommen vielleicht doch nicht alles schief gegangen ist.“
Matthias Nöther, Deutschlandfunk, Musikjournal, 15.08.2011


„Regierungssprecher Steffen Seibert gibt sich „beschämt“. Als Pate steht er bei Young Euro Classic vor dem Jugendsinfonieorchester Bogotá und staunt über das „Batuta“-Konzept, das allein in Kolumbien 47000 sozial benachteiligten Kindern Zugang zur klassischen Musik verschafft. Zum ersten Mal spielen die 14- bis 19-Jährigen außer Landes – und dann stehen sie gleich im Rampenlicht des Konzerthauses. Ihre Aufregung erstirbt in der Konzentration; der absolute Gestaltungswille macht ihr Musizieren eindrücklich. Mitgebracht haben sie die eher pädagogisch wertvollen symphonischen Variationen des Landsmanns Luis Fernando Franco Duque, Aram Chatschaturjans Violinkonzert und eine Filmmusiksuite des Mexikaners Silvestre Revueltas. Letztere zieht mit ihren Polyrhythmen – und zehn jungen Schlagzeugern! – dem Publikum den Boden unter den Füßen weg: Zwei Zugaben ersteht es sich, woraufhin die Kolumbianer mit Flaggen und Folklore die Bühne befeuern. Wie bescheiden wirken dagegen doch die einsamen Projekte Simon Rattles! Da sitzt man nun vor diesen halben Kindern und ist – beschämt.“
Christian Schmidt, Tagesspiegel, 19.08.2011


„Dass in Europa derzeit nicht nur schiefe Töne zu hören sind, davon konnte sich das Publikum beim Konzert des European Union Youth Orchestra (EUYO) überzeugen. Vergangenen Freitag spielte das Jugendorchester im Rahmen des Festivals Young Euro Classic im Konzerthaus Berlin. Und zwar so gut, dass sogar der Ehrengast des Abends, Bundespräsident Christian Wulff, restlos begeistert war.“
The European Circle, 23. 08.2011


„Mit Mikalsens Novität wie mit Jean Sibelius’ fünfter Sinfonie weiß das „Orkester Norden“ sein Publikum zu begeistern. Nachdem aber der 1980 geborene Kristian Ofstad Lindberg mit rasanten Läufen das dritte Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow gemeistert hat, kennen die Bravo-Rufer keine Grenzen mehr.“                    
Tomasz Kurianowicz, Tagesspiegel, 09.08.2011

 

Pressestimmen 2009/10

Musik als Entwicklungshilfe
„Dem Dramaturgen des Festivals, Dieter Rexroth, ist es gelungen, Jugendliche aus allen sieben Ländern EX-Jugoslawiens zusammenzubekommen. Wenn es wirklich kaum Kontakte zwischen den dortigen Hochschulen gibt, dann stellt das allein schon eine Leistung dar: Musik als infrastrukturelle Entwicklungshilfe im Dienst des Auswärtigen Amts. …
Young Euro Classic lohnt sich eigentlich immer, weil man Musik zu hören bekommt, die sonst in den Konzertprogrammen nicht auftaucht.“
Jan Brachmann, FAZ, 9. August  2010

Begleitmusik zur Völkerverständigung?
„Dass Young Euro Classic, das Berliner Festival europäischer und internationaler Jugendorchester, auch das elfte Jahr im August im großen Rahmen im Konzerthaus spielen kann, liegt vornehmlich an dem bewundernswerten Geschick seiner Geschäftsführerin, der Berliner Unternehmerin Gabriele Minz., im Umgang mit privaten Geldgebern. Die diesjährige Eröffnung wurde vom „Festivalorchester Südosteuropa bestritten, einer extra geschaffenen Formation von 49 Musikern aus den Ländern Ex-Jugoslawiens, die unter Leitung von Heinrich Schiff eine achttägige Arbeitsphase in Berlin abhalten konnten.  Nach seinem Gründungskonzert bei der Young-Euro-Classic-Eröffnung am Freitag geht das Orchester nun auf eine Tournee, von Hessen bis Kroatien, finanziell getragen vom Auswärtigen Amt. Young Euro Classic ist damit endgültig zu einem kulturellen Multiplikator geworden.“
Matthias Nöther, Berliner Zeitung, 9. August 2010

Brandung der Gefühle – Musiker von der Ostsee bei Young Euro Classic
„So funktioniert der perfekte „Young Euro Classic“-Abend: Erst macht Orchesterpate Boris Aljinovic das Publikum mit seiner ebenso vorbildlichen knappen wie cool geschauspielerten Begrüßung heiß auf ein Programm „voll Rock’n Roll“ – und dann kann das Baltic Youth Philharmonic  dieses Versprechen auch tatsächlich einlösen.  … Die Musiker spielen an diesem von Jubel umtosten Abend im restlos ausverkauften Konzerthaus-Saal überhaupt mit einer hinreißenden Leidenschaft. Weil aber nicht nur der emotionale Einsatz sehr hoch ist, sondern auch das spieltechnische Niveau, entsteht dabei nie jene wuchtige Lärmigkeit, die dem Konzertgänger bei mittelmäßigen Jugendorchestern  schnell die Freude am Zuhören verleidet.“
Frederik Hanssen, Tagesspiegel, 12. August 2010

Japanische Gäste zum Festival-Auftakt
„Am Anfang eine "Große Koalitions-Musik", mit dem Regierenden Bürgermeister Sprechrolle! mittendrin. …  So vergnüglich und abenteuerlustig ging's los im Konzerthaus zur Eröffnung des fulminanten Young Euro Classic-Festivals, das am Gendarmenmarkt seinen 10. Geburtstag feierte. Er trug durchaus die Handschrift seines einfallsreichen künstlerischen Leiters Dieter Rexroth, der Klaus Wowereit zur Begrüßung von "Berliner Luft, Luft, Luft" musikalisch umwehen, dann aber seine erlesene Solistenbande vereint die Freude als schönen Götterfunken preisen ließ. Der Funke zündete auf Anhieb.“
Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 9. August 2009

Sichere Navigation auf hoher See
„Japan ist in Hinblick auf Symphonik das weit weniger exotische Land gegenüber Oman oder Kasachstan. Es spricht für die kluge Dramaturgie des Festivals, dass man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf neue Exotik-Rekorde beim Anlocken von Jugendorchestern verzichtet und mit der japanischen Eröffnung lieber zuverlässig hohes künstlerisches Niveau unter Beweis stellte.“
Matthias Nöther, Berliner Zeitung, 10. August 2009

Interviews

Peter Brinkmann spricht mit Frau Dr. Gabriele Minz
TV Berlin/ Stadtgespräch Wirtschaft, 28. Juli 2010
zum Video >>

 

Dirigent Frank Strobel über das Film-Konzert-Projekt „Nathan der Weise“
28. Juni 2010
Download als pdf.

 

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Best of


Das Bayreuth der jungen Generation.
Berliner Morgenpost

Die Idee ist und bleibt genial.
Der Tagesspiegel


Innerhalb von fünf Jahren geschah in Berlin ein kleines Wunder.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 25.08.05


Die Fusion von Europäischem und Asiatischem zu einer Art globaler Klassik, das gelang hier auf vorzügliche Weise.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.08.08


Während andere hauptstädtische Feste schwer um ihr Publikum kämpfen müssen, ist Young Euro Classic …  mehr als zwei Wochen so gut wie ausverkauft.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.07


Für den Beobachter wird deutlich: Das Orchester mit Musikern aus Deutschland und China praktiziert nicht gemeinsam, sondern ist gemeinsam.
Sina.com über das Young Euro Classic Festivalorchester China – Deutschland, 24.07.08


Angela Merkel beschrieb die Aufführung als perfekte Mischung chinesischer und deutscher Musiker, welche die harmonischen Beziehungen beider Länder symbolisiert.
China Daily über die LANXESS Young Euro Classic CHINA Tour, 27.08.07


Die Konzerte leben vom klaren, Profi-Orchestern kaum zugänglichen Vitalitätsvorsprung.
Süddeutsche Zeitung, 17.08.05


Eine Parallelgesellschaft zum etablierten Konzertbetrieb.
Die Welt, 21.08.07


Die Musikwelt wendet den Blick und schaut, zumindest für zweieinhalb Wochen, nach Berlin.
Frankfurter Rundschau, 06.08.07


Young Euro Classic ist vieles zugleich – ein Festival für Neue Musik, ein gesellschaftliches Event, ein Jugendprojekt, eine interkulturelle und diplomatische Meisterleistung, ein Symbol für gelungene Partnerschaft zwischen öffentlicher Förderung und privaten Sponsoren.
Deutschlandfunk – Studiozeit, 13.08.07


Berlins jährliches Sommerfestival der internationalen Jugendorchester hat sich in meinem abgeklärten alten Kritikerherz den Platz als absolutes Lieblingsfestival erobert.
Musicalamerica.com – the business source for performing art, 12.08.07

Die Festivalbroschüre


Werfen Sie einen Blick zurück auf das erfolgreiche Young Euro Classic Festival im Sommer 2011 und werden Sie neugierig auf einen spannenden Festivalsommer 2012!

Broschüre 2011