John Maxwell Geddes
Pate des Konzertabends mit dem National Youth Orchestra of Scotland (Großbritannien)
am 8. August 2007
Der schottische Komponist John Maxwell Geddes, Jahrgang 1941, gehört zu den vielseitigsten Vertretern seines Faches in Großbritannien. Kammermusik und virtuose Solowerke gehören genauso zu seinem Oeuvre wie Volkslied-Arrangements und Bearbeitungen von Renaissance-Musik. Oft ist es sein Interesse an Geschichte, Archäologie, Astronomie oder Science Fiction, das ihn zu seinen Werken inspiriert. 1987 entstand A Young Person’s Guide to the Galaxy, während das Orchesterstück Voyager, 1985 im „Jahr der Musik“ entstanden, das erfolgreichste Werk von Maxwell Geddes geworden sein dürfte, das in vielen Ländern aufgeführt worden ist. Auch sonst stehen Orchesterwerke im Mittelpunkt seines Schaffens, von der Ersten Symphonie (1975) über Lacuna (1977), Ombre (1984) und die Dances at Threave (1993), die nicht nur bei Amateur-Orchestern großes Ansehen genießen, bis hin zur Sinfonietta für drei Streichorchester (1998) und der Dritten Symphonie, die 2000 vom National Youth Orchestra of Scotland bei Young Euro Classic in Deutscher Erstaufführung vorgestellt wurde. Zum Goldenen Thronjubiläum von Queen Elizabeth 2002 schrieb der Schotte zwei Auftragswerke: Into the Age of Gold und A Burns Quartet.
John Maxwell Geddes übt daneben auch eine umfassende Lehrtätigkeit aus. So forschte er in den 1980er Jahren an der Oregon State University in einem Xenakis-Projekt und war Gastlektor an weiteren Fakultäten wie Stanford und Berkeley. Seit 1985 ist er regelmäßig am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg tätig, außerdem unterrichtete er am Rachmaninow-Konservatorium in Rostow/Don. Ebenfalls Mitte der 1980er Jahre war Maxwell Geddes als Stipendiat des Goethe-Instituts in West-Berlin; anschließend unterrichtete er beim British Council und an den Hochschulen in Freiburg und Stuttgart.
John Maxwell Geddes
Komponist

