Patricia Schäfer
Ihr Job ist nichts für Morgenmuffel. Nachts um 3 klingelt der Wecker, um 4 betritt Patricia Schäfer ihr Büro im ZDF-Hauptstadtstudio, schreibt ihre Moderationen, um 7 ist sie gut gelaunt, gut aussehend, „gut drauf“ bei der Arbeit und erzählt uns „Normalos“ (am Bettrand an die erste Tasse Kaffee geklammert), was sich über Nacht in der Welt ereignet hat und was der Tag so bringen wird. Mit insgesamt dreieinhalb Stunden Sendezeit ist das „Morgenmagazin“ die längste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen – und für die Moderatoren gewiss eine der anstrengendsten. Zwar wechseln ARD und ZDF sich wochenweise ab; jede zweite Woche kehren Patricia Schäfer und ihre Mitstreiter in einen normalen Lebensrhythmus zurück, aber das macht die Sache nicht wirklich angenehmer. Kaum hat sich der Körper an das frühe Aufstehen gewöhnt, muss sich der Biorhythmus wieder umstellen. Für soziale Kontakte, für Freunde und Lebensgefährten auch nicht gerade angenehm. Aber was soll’s? Spaß macht der Job trotzdem jede Menge! Das „Morgenmagazin“ setzt die Themen für den Tag und ist für die Moderatoren eine ungeheuer vielseitige Spielfläche: Sie müssen auf der einen Seite politisch aktuell topfit sein, Sachlichkeit und Kompetenz ausstrahlen - und auf der anderen, bei Interviews mit Künstlern und Popstars, über hohe Entertainer- und Muntermacher-Qualitäten verfügen. Beides kann Patricia Schäfer perfekt. Ihre Vorgängerin war Maybrit Illner, die vor 8 Jahren ihre eigene politische Talkshow bekam und ihre Nachfolgerin selbst ausgesucht hat. Die moderierte damals beim SFB. „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, freut sich Patricia Schäfer. Die geborene Fränkin studierte Amerikanistik, Politik und Geschichte; ihren Lebensunterhalt verdiente sie neben dem Studium als Moderatorin beim Radio.
Patricia Schäfer
Moderatorin

