Europäischer Komponistenpreis
Der Europäische Komponistenpreis wird im Rahmen von Young Euro Classic vom Regierenden Bürgermeister von Berlin ausgelobt.
Prämiert wird die beste auf dem Festival präsentierte Uraufführung oder Deutsche Erstaufführung. Die Entscheidung über die Verleihung des mit 5.000 € dotierten Komponistenpreises fällt eine ehrenamtliche Jury aus zehn musikbegeisterten Laien plus Vorsitzender/m.
Europäischer Komponistenpreis 2012
Die Nominierungen
Dan Dediu – Frenesia 2 für Orchester, UA >>
Alexandra Filonenko – schwarzeis, UA, Auftragswerk für Young Euro Classic >>
Gediminas Gelgotas – Never Ignore the Cosmic Ocean, UA der Fassung für Symphonieorchester >>
Zechariah Goh – Nuances: Soundscapes from a Distant Land (2006), DEA >>
Nuria Núñez Hierro – Donde se forjan las quimeras (2011), DEA, Auftragswerk des Festival de Cádiz >>
Vladimir Rannev – Futuresong, ein Lied für Chor und sechs Instrumentalisten über einen Text aus „Magazin des Glücks“ von Dea Loher, UA, Auftragswerk für Young Euro Classic >>
Tobias PM Schneid – Nachtgesänge, UA, Auftragswerk für Young Euro Classic >>
Tobias PM Schneid – 6 Bagatellen für Klavier (2011), DEA >>
Vache Sharafyan – Sinfonia Nr. 2 „Un Poco Concertante" (2008), DEA >>
Kelly Tang – Symphonic Suite on a Set of Local Tunes (2004), DEA >>
Olga Viktorova – Lux Aeterna, UA >>
Guo Yanwa – Les yeux verts cheveux noirs, UA, Auftragswerk für Young Euro Classic >>
Marko Zdralek – Ich flamme - Tänze im Sonnenwind für Marimba und Holzbläserquintett, UA, Auftragswerk für Young Euro Classic >>
Komponistenpreisträger 2011
Der Europäische Komponistenpreis 2011 geht an den Venezolaner Gonzalo Grau für sein Wasser-Oratorium AQUA. Im Auftrag der Internationalen Bachakademie Stuttgart eigens für das Musikfest Stuttgart 2011 komponiert, stellte das Bundesjugendorchester Deutschland unter Leitung von Maria Guinand bereits am 13. August 2011 Auszüge im Konzerthaus vor. Die europäische Erstaufführung des kompletten Werkes findet am 3. September in Stuttgart statt.
Gonzalo Grau - seines Zeichens Komponist, Interpret und Arrangeur - stammt aus einer Musikerfamilie in Caracas. In AQUA übernahm sein Vater, der Komponist Alberto Grau, die Arbeit am Chorsatz.
Die AQUA-Skizzen hatten für die Publikumsjury "eine packende, fesselnde Kraft. Sie bezauberten und mystifizierten, sie erzählten von kaum hörbaren Naturgeräuschen und grausamen Begegnungen mit dem Tod", wie Marc de Mauny, Vorsitzender der Jury, die Entscheidung begründete. AQUA liess die Jury" ihre Aufgabe als Schiedsrichter vergessen und verwandelte sie in verzauberte Zuhörer und Zuschauer."
Gewinner 2000 – 2010
Archil Giorgobiani (Georgien): „Azari“(Abchasische Begräbnismusik) 2010
Niels Klein (Deutschland): „Refractions (Lichtbrechungen) 2009
Ahmet Altinel (Türkei): „Le Sources de la Nuit“ 2008
Guohui Ye (China): „Spätherbst für Orchester" 2007
Magnar Åm (Norwegen): „‘tisn’t the snow falling, it’s us leaving the ground“ 2006
Ülo Krigul (Estland): „Jenzeits“ 2005
Nina Šenk (Slowenien): „Konzert für Violine und Orchester“ 2004
Joachim F. W. Schneider (Deutschland): „Sylphidentänze“ 2003
Anatolijus Senderovas (Litauen): „Konzert in Do“ 2002
Stefán Arason (Island): „10-11“ 2001
Magnus Lindberg (Finnland): „Cantigas“ 2000



