Udo van Kampen
Pate des Konzertabends mit dem JeugdOrkest Nederland (Niederlande) am 8. August 2006
Für die deutschen Fernsehzuschauer ist er längst „Mister Europa“. Denn Brüssel und Udo van Kampen – das ist eine journalistische Liebesgeschichte, die schon 1987 begann. Da kam der 1949 in Bad Kreuznach geborene Volkswirt für das ZDF zum ersten Mal in die Hauptstadt Belgiens und Europas. 8 Jahre blieb er dort – ungewöhnlich lange für einen Fernsehkorrespondenten. Dann ging er nach New York, weitere 8 Jahre. Und kümmert sich seit 2003 wieder in Brüssel um alles, was – von der LKW-Maut bis zu Subventionshilfen, von Bananenverordnungen bis zur Verbrecherverfolgung – von „Europa“ verordnet wird und den Bundesbürger betrifft.
Doch der größte Tag im Leben des Journalisten van Kampen war – so zynisch das auch klingen mag – der 11. September 2001, als islamistische Attentäter Flugzeuge in die Twin Towers von NY steuerten, sozusagen direkt vor der Haustür seines Studios. Stundenlang war er auf Sendung – da musste der ZDF-Korrespondent seine ganze journalistische Erfahrung, gepaart mit Geistesgegenwart und Improvisationstalent, aufbieten. Aber seine journalistische Neugier geht viel weiter: Über das Thema Todesstrafe und die Aufklärung von Justizirrtümern in den USA hat er genauso berichtet wie über „Eisberge, Eisbären und Eistrucker“ im hohen Norden Kanadas. Gerade erst war er mit der UN-Eingreiftruppe im Kongo – und heute Abend heißt er das niederländische Jugendorchester bei uns willkommen. Denn als Brüsseler Studioleiter ist der Mann mit dem holländisch klingenden Namen nicht nur für die EU, sondern auch für die NATO, Belgien, Luxemburg und die Niederlande zuständig.

