Sandra Nedeleff
Patin des Konzertabends mit der Jungen Philharmonie Aserbaidschan am 15. August 2008
Lang ist es her, dass Sandra Nedeleff als 4. Amazone in Kleists „Penthesilea“ am Wiener Burgtheater bei der legendären Ruth Berghaus mitwirken durfte. Spätestens durch ihre Auftritte in dem Kinofilm „Was tun, wenn’ brennt“ (2000), dem historischen Zweiteiler „Dresden“ (2005) oder in diversen „Tatort“-Folgen (zuletzt 2007 „Das Ende des Schweigens“ und „Blutsbande“) hat sich ihr Gesicht dem Publikum bestens eingeprägt. Überhaupt ist die lange Liste von Produktionen – meist mehr als acht pro Jahr! – das überzeugendste Indiz dafür, wie gefragt Sandra Nedeleff bei Regisseuren und TV-Produzenten ist. Anderen gefällt vor allem ihre Stimme: So hat sie den heiß diskutierten Bestseller „Die weiße Massai“ von Corinne Hofmann für ein Hörbuch akustisch festgehalten.
Trotzdem findet die Schauspielerin noch Zeit, um an der Medienakademie Berlin ihre Erfahrungen an junge Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben. Ihr Berufsethos möchte sie genauso an den Nachwuchs vermitteln wie die Grundlagen ihrer schauspielerischen Arbeit. „Für mich ist das Handwerkszeug eines Künstlers wie ein gut sortierter Kleiderschrank“, lautet ihr Credo. „Man zieht nicht immer alles an, aber es ist gut, etwas für jeden Anlass zu haben.“ Heute Abend ist der Anlass schon etwas Besonderes: Eine Patenrede auf ein Orchester dürfte Sandra Nedeleff sicher noch nie gehalten (und auch nicht geprobt) haben! Aber da sich die Künstlerin außer mit Klavier und Gesang auch mit Jazz, Chanson und Blues beschäftigt hat, besteht wohl kein Zweifel, dass sie auch für diesen Anlass das richtige Stück aus ihrem Kleiderschrank heraussuchen wird.

