Nikolaus Brender
Journalist und Medienmanager, ehem. Chefredakteur des ZDF
Pate des Konzertabends mit dem Beethoven-Akademie Orchester
Dass der ehemalige Chefredakteur des ZDF zu den herausragenden Journalisten der Republik zählt, wusste man auch schon vor dem Wahlabend 2005. Schließlich hatte Nikolaus Brender schon als ARD-Korrespondent in Südamerika (1984-89; 1988 ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis in Gold im Sektor Information) große Arbeit geleistet und eine eigene Handschrift entwickelt. Zwar moderierte er den „Weltspiegel“ und viele Sondersendungen, kommentierte und analysierte - inzwischen Auslandschef, dann Chefredakteur des WDR. Doch er wurde halt immer mehr zum Programm-Manager, mit großem Mut zu schnellen und unkonventionellen Entscheidungen. Er modernisierte Programme, hatte pausenlos neue Ideen – doch auf den Schirm gebracht wurden sie meistens von anderen. Im April 2000 avancierte Nikolaus Brender zum Chefredakteur des ZDF, der größten Fernsehanstalt Europas. Mehr Zeit, selbst Sendungen zu machen, kriegte er da wahrlich nicht. Und insofern hat er sich wahrscheinlich vielen Zuschauern erst am Wahlabend des 18. September 2005 wieder unauslöschlich ins Gedächtnis gegraben: Als er dem total abgehobenen „Wahlsieger“ Gerhard Schröder in bester öffentlich-rechtlicher Manier souverän Paroli bot und gelassen abschloss: „Es war die Elefantenrunde. Die meisten ziehen sich jetzt in ihr rettendes Gebüsch zurück, (an Schröder gewandt) der eine wälzt sich noch ein bisschen und morgen geht es dann weiter.“
Nikolaus Brender
Chefredakteur ZDF

