Max Raabe
Die Zeiten, dass „kein Schwein“ ihn anrief, sind lange vorbei – genauer gesagt 13 Jahre, als „Der bewegte Mann“ das Kinopublikum entzückte und Max Raabe den Ohrwurm des Jahres lieferte. Inzwischen kann sich der Entertainer vor Angeboten nicht mehr retten, zusammen mit seinem Palastorchester tritt er in ganz Deutschland, in halb Europa zwischen Moskau, Paris und Rom - und inzwischen sogar in New York auf. Seine Markenzeichen: ein leicht näselnder Bariton, Pomade im Haar und ein Frack mit klassischem Vatermörder-Kragen. In diesem Outfit versetzt Max Raabe sich selbst und seine Zuhörer chamäleongleich zurück in die goldenen zwanziger und dreißiger Jahre, mit federnden Foxtrott-Rhythmen, schmalzigen Songs und anzüglichen Texten. Hört man Max Raabe, bedauert man es zutiefst, dass diese Zeiten längst der Vergangenheit angehören!
Doch der Sänger war klug genug, um nicht bloß nostalgisch zurückzublicken. Inzwischen finden sich längst auch Pop-Größen wie Prince oder Freddie Mercury in seinen Programmen – immer fein zurecht gestutzt auf das klingende Format seines „Palastorchesters“. Oder er wagt sich im Duo mit seinem Klavierbegleiter auf die Bühne, um legendäre Kabarett-Songs von früher zu neuem Leben zu erwecken, vom „kleinen grünen Kaktus“ zu singen oder Selbstkomponiertes zu präsentieren. Als Pate von Young Euro Classic nun bekommt er starke symphonische „Rückendeckung“: die Junge Philharmonie Russland. Auch diese Rolle wird Max Raabe souverän meistern – ohne Frack und Pomade im Haar.
