Luzia Braun

Patin des Konzertabends mit dem Nationalen Jugendsymphonieorchester der Türkei
am 7. August 2008


„Eigentlich bin ich ein Dino“, sagt Luzia Braun gern mit frecher Selbstironie. „In dieser schnellebigen Zeit ist es selten, dass eine Sendung über 10 Jahre dasselbe Gesicht hat.“ Genau genommen sind es inzwischen 15… 1993 übernahm Luzia Braun die Moderation von „aspekte“, dem ältesten Kulturmagazin im deutschen Fernsehen. Aber wer sie sieht – in „ihrer“ Sendung, bei den Filmfestspielen in Cannes oder Berlin, bei der Buchmesse in Leipzig – erlebt alles andere als eine „große alte Dame“ der Kulturberichterstattung. Luzia Braun wirbelt mit lebendiger Neugier, mit Temperament und Leidenschaft über den Bildschirm. Man spürt ständig, wie viel Spaß es ihr macht, dem Publikum Künstler und ihr Werk nahe zu bringen.

Insofern kann sich das Nationale Jugendorchester der Türkei über eine engagierte Patin freuen. „Ich liebe Istanbul“, sagt Luzia Braun, „und ich bin sehr gespannt auf dieses Orchester.“ Sie lässt sich immer gern auf etwas Neues ein. Ihre erste Liebe gehörte Italien. Die erwischte sie schon als 18-Jährige, auf der Klassenfahrt nach Rom. Nach dem Germanistik- und Geschichtsstudium in Freiburg unterrichtete sie Italiener im Knast. 1984 packte Luzia Braun end gültig die Koffer und ging nach Mailand. Über Italien machte sie wunderbare, preisgekrönte Filme. Doch dann lockte Berlin, die kulturell so quirlige, gerade wiedervereinigte deutsche Hauptstadt – und die Moderation von „aspekte“. Die Sendung ist für sie inzwischen „wie eine gute alte Freundin, die mir sehr am Herzen liegt... Was die Moderation betrifft, habe ich lange gebraucht, bis ich mich auf dem Schirm ‚erkannt’ habe, so fremd war mir die virtuelle Braun. Aber inzwischen kann ich mich anschauen, ohne hysterische Anfälle zu bekommen.“