Dagmar Reim
Intendantin des rbb Rundfunk Berlin Brandenburg
Patin des Konzertabends mit dem Ungdomssymfonikerne (Norwegen) am 17. August 2010
„Das ist ein historischer Moment. Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt“, jubelte Kulturstaatsministerin Christina Weiss, als Dagmar Reim im Frühjahr 2003 zur Chefin des neuen Senders für Berlin und Brandenburg, des rbb, gewählt wurde. Jetzt macht sie einen der schwierigsten Jobs in der Region und in der ganzen deutschen Rundfunklandschaft – mit Mut und einer Menge Humor. Beides braucht sie: Aus zwei Anstalten eine zu machen, ist schwer genug – Geld fehlt an allen Ecken und viele Mitarbeiter haben Angst. Dagmar Reim reagiert darauf kühl: „Wenn es ein Geheimrezept gegen schlechte Stimmung während einer Fusion gäbe,“ sagte sie in einem Interview, „würde ich mich damit selbstständig machen.“
Auf ihrer Karriereleiter ist die gebürtige Badenerin einmal rund durch die Republik geklettert: Vom Bayerischen Rundfunk ging sie zum WDR, dann zum NDR, nun ist der Osten dran. Bisher managt Dagmar Reim die Fusion lautloser, als viele befürchtet hatten. Weibliche Führungsqualitäten? „Ich weiß nicht: Sind jetzt die von Indira Ghandi gemeint oder die von Johanna der Wahnsinnigen?“

