Solo für Himmelsstürmer
Young Euro Classic präsentiert in Kooperation mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis die Preisträger 2015/2016/2017 mit ihren Musikkonzepten.
22. August 2017 20:00

Konzerthaus, Berlin

Tamás Pálfalvi

© Dominik Odenkirchen

Der 26-jährige ungarische Trompeter Tamás Pálfalvi sticht als einer der innovativsten und kreativsten Trompeter unserer Zeit heraus. Seine erstklassige Technik, Bühnenpräsenz und sein dramaturgisches Geschick brachten ihm 2015 den ersten Platz des Fanny Mendelssohn Förderpreises ein. Sein daraus entstandenes Debüt-Album Agitato mit dem Franz Liszt Chamber Orchestra verbindet wie selbstverständlich Werke von Vivaldi, Telemann und Händel mit Zeitgenossen wie Ligeti, Kagel oder Dubrovay. Pálfalvi möchte sowohl das Repertoire als auch die Spieltechnik der Trompete erweitern. Dieses Ziel verfolgt er nicht nur durch den Einsatz für neue Komponisten, sondern auch durch Transkriptionen von historischem Repertoire. In New York und Tokyo ist Pálfalvi ebenso aufgetreten wie in Hongkong, London und Beirut, mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Matthias Pintscher, Peter Eötvös und Zoltán Kocsis.

Tamaspafalvi.com

Trompete

Vera Karner

© Dominik Odenkirchen

Die 23-jährige Vera Karner ist vielfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben, Auszeichnungen und Stipendien, darunter der Fidelio Wettbewerb Wien, Ad Infinitum Lübeck oder der Lions Musikpreis 2015. Neben zahlreichen eigenen Konzerten sammelte die Klarinettistin Orchestererfahrung im Bühnenorchester der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Symphonikern. Privat engagiert sie sich vor allem in dem Projekt „Live Music Now“ von Yehudi Menuhin mit kostenlosen Konzerten in sozialen Einrichtungen. 2016 gewann sie zusammen mit Dominik Wagner den Fanny Mendelssohn Förderpreis.

 

 

 

Klarinette
Dominik Wagner

© Dominik Odenkirchen

Der 20-jährige Wiener Dominik Wagner ist als Kontrabassist bereits um die halbe Welt gereist und kann auf Auftritte in Asien, Südamerika und Europa zurückblicken. Darüber hinaus gewann er beim Golden Bass Wettbewerb 2013 in Lviv (Ukraine) als jüngster Teilnehmer und 2014 beim internationalen Osaka Wettbewerb. Dominik Wagner ist Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Mitglied bei Mutters Virtuosi. 2016 gewann er zusammen mit Vera Karner den Fanny Mendelssohn Förderpreis.

 

 

 

 

Kontrabass
Maciej Skarbek

© Maria Tsakiri

Der 25-jährige Pianist Maciej Skarbek stammt aus dem polnischen Rzeszów. 2011-14 studierte er an der Wiener Musikhochschule bei Stefan Vladar, seitdem an der Privatuniversität der Stadt Wien bei Roland Batik. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, so bei Musica Juventutis (Wien), Gina Bachauer-Gesellschaft (Griechenland), „A Feast for Duos“ (Schweiz). Außer in Polen, Deutschland und Österreich ist Maciej Skarbek auch in der Schweiz, Italien, Portugal sowie in Israel aufgetreten.

 

 

 

 

Klavier

Matthias Well

© Marcus Renner

Der Geiger Matthias Well, jüngerer Bruder von Maria Well, gewann wie seine Schwester mehrere Preise auf Regional-, Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Schon 2011 gründete er zusammen mit weiteren Familienmitgliedern die Musikgruppe „nouWell cousines“. Mit dem Duo „twoWell“ gewann er den Sonderpreis des Kulturkreises Gasteig für die „mitreißende Bühnenpräsenz bei Ondrej Kukals ,Present’“. 2017 wurde er mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis geehrt, welcher ihm und Maria Well bei der Realisierung des Debüt-Albums „Kein Grund zur Trauer“ half.

Violine
Maria Well

© Benedikt Schwarzer

Die Münchner Cellistin Maria Well, Tochter des Kabarettmusikers Michael Well (Biermösl Blosn) und Schwester von Matthias Well, bestand schon mit 16 Jahren die Aufnahmeprüfung zum Jungstudium an der Musikhochschule in München. Zudem gewann sie beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ auf Regional-, Landes- sowie Bundesebene mehrfach erste Preise. 2015 schloss sie ihr Masterstudium mit Auszeichnung ab; im selben Jahr gründete sie zusammen mit ihrem Bruder Matthias das Violine-Violoncello-Duo „twoWell“. Als begeisterte Kammermusikerin arbeitet sie mit vielen Münchner Musikinstitutionen zusammen.

 

 

 

Violoncello

Sinem Altan

© Andre Wunstorf

Sie stammt aus Ankara und lebt in Berlin: Für die 32-jährige deutsch-türkische Komponistin Sinem Altan ist der Dialog zwischen diesen beiden Kulturen das zentrale Thema ihrer künstlerischen Arbeit. Schon als junges Mädchen gewann sie in der Türkei wie in Deutschland Erste Preise als Pianistin und Komponistin, als elfjährige Jungstudentin wurde sie an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ aufgenommen. Später gründete sie die Konzertreihe „Yenilige Dogru – Auf dem Weg zu Neuem“, aus der schließlich ihr Ensemble Olivinn hervorging, das sich sehr frei zwischen europäischer Klassik, türkischer Volksmusik und zeitgenössischen Klängen bewegt. Ungemein vielseitig sind die Aktivitäten von Sinem Altan: An der Neuköllner Oper wirkte sie als „Composer in Residence“, für das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) vertonte sie mehrere Geschichten des türkischen Till Eulenspiegels „Keloglan“, und für die Amsterdamer Oper komponierte sie 2011 eine Neufassung von Verdis „Aida“ mit Gospelchor und orientalischer Percussion. 2013 wurde ihr Konzert für Baglama (türkische Laute) und Symphonieorchester erfolgreich im Konzerthaus Berlin uraufgeführt. 2015 gewann sie bei Young Euro Classic den Europäischen Komponistenpreis für ihr Werk Hafriyat – Earthwork. 2016 trat sie gemeinsam mit dem Ensemble Olivinn und Nils Landgren im Rahmen von „Klassik meets Jazz“ erneut beim Festival auf.

Sinemaltan.com

Komposition und Klavier
Ensemble Olivinn

Vier Persönlichkeiten prägen das in Berlin beheimatete Ensemble Olivinn: Neben der Komponistin Sinem Altan ist es die aus Istanbul stammende und seit 2007 in Berlin lebende Sopranistin Begüm Tüzemen, deren Repertoire von klassischen Arien über Jazz-Standards bis zu internationalen Volksliedbearbeitungen reicht. Dazu kommt der aus Anatolien stammende Multi-Instrumentalist Özgür Ersoy, der mit seiner Duduk, Baglama oder Ney in vielerlei Besetzungen, so mit dem Pianisten Fazil Say, auftritt. Vierter ist der Berliner Percussionist Axel Meier, der zwischen Pauke und Darbuka, Salsa und türkischer Folkore, Drumset und Vibraphon pendelt. Das Ensemble Olivinn steht für eine ganz spezielle Klangmischung von traditionellen türkischen und anatolischen Volksliedern bis zu klassisch-europäischen und zeitgenössischen Werken, die auch Improvisationen einschließen. In Berlin war das Quartett bereits regelmäßig in Musiktheaterproduktionen am Maxim Gorki Theater, Ballhaus Naunynstraße und Atze Musiktheater zu erleben.

olivinn.com

Ein Konzert – vier Programme: atemberaubende Trompetenvirtuosität zwischen Barock und Moderne. Ohrwürmer aus aller Welt: „Gassenhauer – Gassenbauer“. Trauermusik muss nicht traurig sein: Matthias Well belebt die alte Zunft der „Trauergeiger“ neu. Das Ensemble Olivinn unter der musikalischen Leitung von Sinem Altan präsentiert seine brillante Fusion aus traditioneller türkischer Musik und Klassik.

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