KLASSIK MEETS JAZZ mit Nils Landgren
Schweden / Georgien
29. August 2017 20:00

Konzerthaus, Berlin

Nils Landgren

© Kai Bienert | MUTESOUVENIR

Nils Landgren ist zweifellos einer der erfolgreichsten Jazzmusiker Europas. Schon jetzt rätseln die Fans und Beobachter des 61-jährigen Schweden, ob seine Tage vielleicht mehr als 24 Stunden lang sind. Kritiker haben ihm den Ehrentitel hardest working man in showbusiness verliehen. Wenn „Mr. Redhorn“, der Mann mit der roten Posaune, nicht mit seiner legendären Funk Unit oder anderen Projekten unter eigenem Namen tourt, ist er als Produzent und Talentscout tätig oder vermittelt sein Knowhow an Studenten. In der Bundeshauptstadt hat er sich als künstlerischer Leiter des JazzFest Berlin ausgezeichnet. Bewunderung erregt nicht zuletzt die Vielseitigkeit dieses Musikers, der schon mit sechs Jahren Schlagzeug zu spielen begann und mit 13 die Posaune für sich entdeckte: Neben knallhartem Jazz pflegt er die schwedische Folklore oder spielt bei Christmas With My Friends romantisch-eigenwillige Weihnachtslieder ein. In Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen unterstützt Nils Landgrens Funk Unit ein Projekt zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen in einem der größten Slums in Kenias Hauptstadt Nairobi. Nach der Leitung des erfolgreichen „Klassic meets Jazz“ Projekts im letzten Jahr kehrt Nils Landgren 2017 im vierten Jahr in Folge zu dessen Fortsetzung zurück.

www.nilslandgren.com

Posaune, Gesang, Künstlerische Leitung
Giorgi Mikadze

Der aus Tbilisi (Georgien) stammende Pianist Giorgi Mikadze hatte mit zwölf Jahren seinen ersten öffentlichen Aufritt. Schon als Gymnasiast entdeckte er seine Liebe zum Jazz; während des Studiums am staatlichen Konservatorium Tbilisi gründete er sein erstes Quartett. Nach seinem Abschluss 2010 erhielt er ein Stipendium für das Berklee College (USA); beim dortigen Jazz Festival spielte er ebenso wie in Montreux und beim Black Sea Jazz Festival in seiner Heimat. Er trat mit renommierten Kollegen wie Roy Hargrove, Dave Liebman, Lee Ritenour, Chris Potter, Matt Garrison, Tia Fuller oder Patti Austin auf. Erst kürzlich produzierte Mikadze ein Album mit Jack DeJohnette, dem Schlagzeuger des Keith Jarrett Trio. Im Frühjahr dieses Jahres war der Jazzer Fellow am progressiven 18th Street Arts Center in Santa Monica (Kalifornien). Als Komponist versucht er die Mikrotonalität der georgischen Volksmusik in innovativer Weise in den Jazz zu übertragen.

www.giorgimikadze.com

Klavier
Lizi Ramishvili

Die erst 20-jährige Lizi Ramishvili begann als Kind mit dem Cellounterricht in ihrer Geburtsstadt, der georgischen Hauptstadt Tbilisi. Inzwischen studiert sie an der Kronberg Academy (Taunus) bei Frans Helmerson. Lizi Ramishvili kann bereits auf eine Vielzahl von Auftritten zurückblicken, darunter ein Soloabend in der New Yorker Carnegie Hall, ein Konzert mit der Pianistin Khatia Buniatishvili sowie das Mitwirken an einem Prokofjew-Konzert beim Rostropowitsch Festival in Moskau. Einladungen führten die Cellistin, die auch durch ein mehrjähriges Rostropowitsch-Stipendium gefördert wurde, außerdem zum Mozart-Festival Augsburg, zum Festival Energy for Life in Wien, nach Beirut und ins russische Sotschi.

Violoncello
Ensemble Basiani Trio

Das Ensemble Basiani wurde im Jahr 2000 unter der Schirmherrschaft des katholischen Patriarchen von Georgien gegründet. 2013 erhielt es den Status eines Staatlichen Ensembles für georgischen Volksgesang. Der Name geht zurück auf den Ort Basiani im einstigen Südwesten Georgiens (heute Türkei), wo 1203 eine wichtige Schlacht die Vorherrschaft Georgiens in der Region stärkte. Das Ensemble Basiani schöpft aus dem reichen Erfahrungsschatz seiner Mitglieder, die oft seit ihrer Kindheit mit Vokalmusik aufgewachsen sind. Die (männlichen) Sänger haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der traditionellen georgischen Polyphonie wiederzubeleben. Einladungen führten sie zu namhaften Festivals in St. Petersburg, Aldeburgh und Kilkenny, nach Amsterdam, Lissabon und ins Lincoln Center, New York. Das in Berlin zu hörende Ensemble Basiani Trio setzt sich zusammen aus dem Sänger der Oberstimme, Sergo Urushadze, dem der Mittelstimme, Paata Tsetskhladze, und dem Bass Zurab Tskrialashvili, die alle seit vielen Jahren dem Ensemble angehören.

In diesem Jahr lädt Jazzlegende Nils Landgren, alias Mr. Redhorn, Musiker und Sänger aus Georgien zu sich ein. Zum nunmehr vierten Mal bringt er junge Jazzmusiker nach Berlin, um gemeinsam mit ihnen auf der Konzerthaus-Bühne zu grooven. Lassen Sie sich überraschen von den spannenden Rhythmen dieses Mix’ aus Jazz, traditioneller georgischer Musik und Klassik! Stillhalten nahezu ausgeschlossen …

Inspiration durch andere Kulturen: Jazz, Klassik und traditionelle Klänge! Und das alles in einzigartiger Verbindung. Von Nord- bis Südeuropa hat Nils Landgren bereits junge, vielseitige Musiker zu den letzten drei Ausgaben von Young Euro Classic eingeladen. In diesem Jahr geht die Reise weiter bis nach Eurasien. Jahrtausendalte georgische Musiktradition vereinigt sich mit groovigen Rhythmen und Improvisation. Ein ganz ungewöhnlicher Abend erwartet Sie, sagt auch Igor Strawinski: „Was die Georgier singen, ist wichtiger als alle Neuentdeckungen der modernen Musik. Es ist unvergleichlich und einfach. Ich habe nie etwas Besseres gehört!“

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