Baltic Sea Philharmonic

© Peter Adamik

Das Baltic Sea Philharmonic ist ein neues und altes Ensemble zugleich. Denn gegründet wurde es erst im vergangenen Jahr, doch es kann auf die Qualitäten und Erfahrung des Baltic Sea Youth Philharmonic zurückgreifen, das seit 2008 mit seinen temperamentvollen Auftritten und abwechslungsreichen Programmen – nicht nur bei Young Euro Classic – für Furore gesorgt hat. Nach wie vor kommen die Mitglieder des Baltic Sea Philharmonic aus den zehn Ländern des Ostseeraums, von den skandinavischen über die baltischen Staaten bis zu Russland, Polen und Deutschland. Aktive Musiker des Baltic Sea Youth Philharmonic treffen hier auf ehemalige Mitglieder des Orchesters; geleitet werden sie von der Vision, die kulturellen Schätze dieser Region zu bewahren und zu erneuern, so durch Auftragskompositionen. Künstlerischer Leiter beider Ensembles ist Kristjan Järvi. Das diesjährige Programm „Waterworks“ führt das Baltic Sea Philharmonic außer zu Young Euro Classic u. a. auch in die Elbphilharmonie Hamburg und in die dänische Kulturhauptstadt Aarhus.

baltic-sea-philharmonic.eu

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25. August 2017 20:00

Konzerthaus, Berlin

Kristjan Järvi

© Franck Ferville

Der Dirigent Kristjan Järvi gehört zu jenem eher raren Typus Musiker, die sich virtuos zwischen verschiedenen Genres hin und her bewegen. Ob Klassik, Jazz oder Hip Hop: Nicht zuletzt mit seinen verschiedenen Ensembles pflegt der 45-Jährige seine weitgefächerten Neigungen. Seit 2012 ist er Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig; zugleich leitet er nach wie vor das von ihm gegründete New York Absolute Ensemble. Geboren in den USA als jüngster Sohn des estnischen Dirigenten Neeme Järvi, ist der Dirigent unermüdlich im Einsatz für die zeitgenössische Musik. Er gab über 100 Werke in Auftrag, darunter an Komponisten wie Arvo Pärt, Tan Dun und Erkki-Sven Tüür. Steve Reich und HK Gruber zählen genauso zu seinen künstlerischen Partnern wie Anoushka Shankar, Hauschka und Marcel Khalife. Bisher veröffentlichte Kristjan Järvi mehr als 60 Alben, die von Filmmusik wie „Cloud Atlas“, „Hologram for the King“, „Sense 8“ bis hin zu seiner gleichnamigen Serie „Kristjan Järvi Sound Project“ reichen.

www.kristjanjarvi.com

Dirigent
Mikhail Simonyan

© Mathias Botor_DG

Seine erste CD mit Violinkonzerten von Chatschaturjan und Barber, 2011 erschienen, trug bezeichnenderweise den Titel „Two Souls“. Zwei Seelen schlagen in der Tat in der Brust des 32-jährigen Geigers Mikhail Simonyan. Geboren in Nowosibirsk als Sohn armenisch-russischer Eltern, kam er schon früh in die USA, wo er als 15-Jähriger in der New Yorker Carnegie Hall debütierte. Sein Lehrer am Curtis Institut in Philadelphia war der Russe Victor Dansherenko, der noch direkt mit Prokofjew, Schostakowitsch und Chatschaturjan zusammengearbeitet hatte. Seit 2013 engagiert sich Simonyan neben seiner Konzerttätigkeit zusätzlich als Künstlerischer Leiter des neugegründeten Kaluga Youth Symphony Orchestra in Moskau sowie als Präsident der Open Sea Foundation. Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehr als ein Dutzend musikalische Projekte vor allem in Russland zu unterstützen, so in den letzten Jahren konzertante Aufführungen der Opern Jewgeni Onegin und Carmen in Russland und Litauen.

 Violine

GEORG FRIEDRICH HÄNDEL, DANIEL SCHNYDER, CHARLES COLEMAN

Wassermusik (1717, 2010, 2014)

PHILIP GLASS

Konzert für Violine Nr. 2 „The American Four Seasons“ (2009)

PHILIP GLASS

„Aguas da Amazonia“ (1993, arr. Charles Coleman)

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FEST FÜR ALLE

Feiern Sie mit uns! Beim traditionellen PUBLIKUMSFEST im Anschluss an das Konzert.

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM: „Waterworks“

Ostsee meets Amazonas: Aus allen Anrainerstaaten der Ostsee kommen die Musiker des Baltic Sea Philharmonic, und ihr diesjähriges Sommerprojekt haben sie unter den Titel Waterworks gestellt. Selbstverständlich fällt jedem Musikfreund dabei als erstes Händels Wassermusik ein – das Baltic Sea Philharmonic spielt das populäre Stück in einer modernen Version, an die Arrangeure wie der Pianist Charles Coleman und der Saxofonist Daniel Schnyder Hand angelegt haben. Doch beim Konzert in Berlin rauschen auch die Wellen im südamerikanischen Dschungel. Der US-Amerikaner Philip Glass, Pionier der Minimal Music, hat die Musik für seine Ballettkomposition Aguas da Amazonia den vielstimmigen Klängen und Rhythmen des Amazonas und seiner Nebenflüsse abgelauscht. Und auch hier darf sich das Publikum auf eine neuinstrumentierte Version für großes sinfonisches Orchester freuen, die Kristjan Järvi und sein Baltic Sea Philharmonic mitbringen.

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