Rezzo Schlauch
Pate des Konzertabends mit dem Campus-Orchester Lettland - Spanien am 14. August 2004
Seit den Bundestagswahlen 2002 ist Rezzo Schlauch als Parlamentarischer Staatssekretär in Wolfgang Clements „Superministerium“ vor allem für den Mittelstand zuständig. Das passt: Von allen führenden Grünen ist der Rechtsanwalt aus Baden-Württemberg mit Sicherheit der undogmatischste, der auch im bürgerlichen Lager keinen verschreckt . „Ich bin der Seelenfänger der Partei“, sagt er über sich, und die Seelen, die er im Auge hat, zählen nicht gerade zu den Überzeugungstätern. „Die Jungen kriegen wir nicht in ein Wahllokal mit Inhalten, sondern mit einem Feeling, und dieses Feeling kann nur über Personen vermittelt werden.“
Über Personen wie Joschka Fischer oder ihn. Die beiden wurden 1947 – im Abstand von einem halben Jahr – im selben Krankenhaus in Gerabronn geboren. „Bei Joschka ist alles Instinkt, bei mir geht alles durch den Bauch.“ Diese Seelenverwandtschaft bewährte sich in den ersten vier rot-grünen Regierungsjahren, als der Fraktionschef Schlauch seine Grünen bei schwierigen Entscheidungen wie dem Kosovo-Krieg auf Fischer-Linie bringen musste. Und jetzt soll der „Seelenfänger“ die Wirtschaft davon überzeugen, dass Rot-Grün gut ist für Deutschland...

