Prof. Ernst Elitz
Pate des Konzertabends mit dem Ulster Youth Orchestra (Großbritannien) am 12. August 2008
Er hat eine der erfolgreichsten und makellosesten Karrieren im deutschen Rundfunk und Fernsehjournalismus hinter sich: Ernst Elitz, seit 1994, seit seiner Gründung, Intendant des Deutschlandradios (Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur). Da mag sich noch so viel geändert haben in den Medien im letzten Vierteljahrhundert – Elitz und sein Sender verkörpern die gute alte öffentlich-rechtliche Schule: offen für alles Neue, modern, aufgeschlossen, aber unbeirrbar den Werten und Maßstäben eines guten, gebildeten und aufklärerischen Journalismus verpflichtet.
Früher war er viel auf dem Bildschirm: Da moderierte er beim ZDF „Kennzeichen D“, später das „heute journal“ und dann – als Chefredakteur des Süddeutschen Rundfunks – den „Weltspiegel“ und „Pro & Contra“, alles Sendungen, die zu ihrer (und seiner) Zeit echte Markenzeichen waren. 1994 verschwand Ernst Elitz von der „Glotze“ und verschrieb sich umso nachhaltiger der Pflege dessen, wofür das Deutschlandradio steht: sauberer Journalismus, frei von publikumswirksamer Musikberieselung, Sensationshascherei und Quotenanbetung. Dieser ernsthafte Sender passt gut zu Elitz: Der gebürtige Berliner, der vor seiner Tätigkeit bei Rundfunk und Fernsehen auch schon für den SPIEGEL und Die ZEIT geschrieben hatte, steckt viel Zeit in die Ausbildung eines qualifizierten Nachwuchses. Seit 2005 ist er Honorarprofessor an der FU. Young Euro Classic ist Ernst Elitz und seinem Sender zu großem Dank verpflichtet: Seit neun Jahren überträgt das Deutschlandradio Kultur in jedem Sommer etwa fünf unserer Konzerte in voller Länge und hat damit von Anfang an dafür gesorgt, dass das Festival sich weit über Berlin hinaus seinen Namen machen konnte – als wichtigste Plattform für nationale und internationale Jugendorchester in der Welt.

