Prof. Dr. Gesine Schwan

Patin des Konzertabends mit dem Jungen Klangforum Mitte Europa (International) am 12. August 2006

Meist sind Kandidaten, die bei der Wahl des Bundespräsidenten unterliegen, recht schnell wieder vergessen. Nicht so Gesine Schwan. Obwohl die Kandidatin von Rot-Grün am 23. Mai 2004 knapp mit 589 zu 604 Stimmen gegen Horst Köhler verlor, spielt sie seitdem in Politik und Gesellschaft eine herausragende Rolle – als moralische Instanz und warmherzige Intellektuelle. Und davon gibt es in Deutschland wahrlich nicht viele... Wahrscheinlich hilft es dabei, dass Gesine Schwan zwar von Jugend an politisch engagiert war, aber nie zum Polit-Establishment der Republik zählte. 1943 in Berlin geboren, einem sozial engagierten Elternhaus entstammend, studierte sie Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Berlin und Freiburg/Breisgau. 1972 trat sie der SPD bei, war lange Jahre – wie auch heute wieder – Mitglied der Grundwertekommission beim Parteivorstand, hielt dabei aber immer kritische Distanz. 1977 wurde sie Professorin für Politikwissenschaften an der FU Berlin. Seit Oktober 1999 ist Gesine Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und seit Januar 2005 Koordinatorin der Bundesregierung für die grenznahe und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Polen.

Prof. Dr. Gesine Schwan
Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt Oder, Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen