Gerhard Polt

Pate des Konzertabends mit dem Symphonieorchester der Estnischen Musikakademie (Estland) am 8. August 2005

Was soll man bloß in aller Kürze über Gerhard Polt sagen? Jeder kennt ihn. Wer ihn nicht kennt, ist selber schuld. „Ich bin eine Zeit lang in Altötting aufgewachsen,“ sagt er, „was sehr günstig ist, wenn man Komiker werden will.“ Komiker? „Die Jury ehrt vor allem auch Polts Meisterschaft, sich bei seinen Texten und Auftritten allen Definitionen seines Tuns zu entziehen: Satire? Sozialkritischer Hohn? Stammeln als Kunst? Grübeln als Kalauerei? Hohes Entertainment? Flache Unterhaltung? Politische Polemik im Bewusstsein ihrer Sinn-, Nutz- und Wirkungslosigkeit?“ Fragt die Jury. Ja, wenn es die Jury nicht weiß, wie sollen wir es dann wissen? „Wir haben keinerlei Meinung“, sagt Polt selbst, „aber die dürfen wir überall und frei äußern“. Wir äußern hiermit – „Fast wia im richtigen Leben“ – frei, überall und dankbar die Meinung: Ohne ihn wäre dieser Abend eigentlich kein Abend.