Enrique Sánchez Lansch
Pate des Konzertabends mit dem Campus-Orchester: Russland - Deutschland am 121. August 2005
Die Bilder sind noch ganz frisch: Gerade einmal vier Wochen ist es her, dass ein strahlender Enrique Sánchez Lansch und sein Team bei der Film-Gala in der Berliner Philharmonie zwei „Lolas“ zu gesprochen bekamen. Sein ungewöhnlicher Erfolg: Er bekam diese begehrten (und gut dotierten) Trophäen ausgerechnet in der Sparte Dokumentarfilm. Wer käme schon auf die Idee, seinen Film „Rhythm is it“, diesen temperamentgeladenen Blick hinter die Kulissen eines Tanztheater-Projekts mit den Berliner Philharmonikern, ausgerechnet jener Sparte zuzuordnen, die man eher mit drögen Archiven, betagten Zeitzeugen und gewichtigen Interviews in Verbindung bringt?
Doch Enrique Sánchez Lansch, Sohn einer Deutschen und eines Spaniers und ausgebildeter Opernsänger, weiß, wie man Musik auf die Leinwand holt – auch wenn er seinerzeit seine Magisterarbeit über Literaturverfilmungen verfasst hat. Nach ersten Regieassistenzen spezialisierte er sich ab 1988 auf klassische Musik, auf Oper und Tanz, drehte eine Dokumentation über den Pianisten Cyprien Katsaris, einen Musikfilm über Schuberts „Winterreise“ mit der Sängerin Christa Ludwig und 1996 „Don Giovanni“, einen Opernfilm nach Mozart. Jetzt ist er mittendrin in seinem neuesten Film – über das Campus-Projekt mit jungen Russen und Deutschen bei Young Euro Classic. Was also lag näher, als Enrique Sánchez Lansch die Patenschaft für den heutigen Abend anzutragen?

