Elmar Brok
Pate des Konzertabends mit dem Campus-Orchester: Lettland - Spanien am 15. August 2004
Von Elmar Brok, so sagte Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl einmal, muss man nur drei Dinge wissen: „Geboren, verheiratet, Europaparlament.“ Und in der Tat hat sich der 57-jährige Westfale in fast zweieinhalb Jahrzehnten zu einem der wichtigsten und profiliertesten Protagonisten auf der europäischen Bühne entwickelt – auch wenn er noch nie ein Regierungsamt bekleidet oder zur Europäischen Kommission gehört hat. Brok ist der lebende Beweis dafür, dass man es auch als „einfaches“ Mitglied des angeblich so machtlosen Europäischen Parlamentes zu erheblichem Einfluss bringen kann. Das hat er zuletzt in jenem Konvent bewiesen, der im Auftrag der Staats- und Regierungschefs eine Verfassung für die Union der 25 Mitgliedsländer ausgearbeitet hat. Neben dem Konvents-Präsidenten Giscard d’Estaing, als dessen Gegenspieler er häufig auftrat, sorgte nicht zuletzt Elmar Brok dafür, dass das schwierige Werk zu einem halbwegs guten Ende kam. Und als am 1. Mai dieses Jahres zehn neue Länder der Europäischen Union beitraten, war er stolz wie ein junger Vater: „Da steckt viel Arbeit von mir drin; selbst diesen Beitrittstermin habe ich vorgeschlagen,“ vertraute er Freunden an. Kaum einer ist also besser geeignet als der „Europa-Parlamentarier des Jahres 2003“, Pate zu sein beim heutigen gemeinsamen Konzert von jungen lettischen und spanischen Künstlern – beim Rendez-Vous von „altem“ und „neuem“ Europa bei „Young Euro Classic“.

