Dr. Michael Rogowski
Pate des Konzertabends mit dem European Union Youth Orchestra (International) am 22. August 2004
Als Dr. Michael Rogowski im Januar 2001 zum Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie gewählt wurde – da wurde es erst einmal ziemlich still um den BDI. Und das fand Rogowski auch gut so. Denn erstens wollte er ein bisschen Zeit haben, sich gründlich einzuarbeiten. Und zweitens hatte sein Vorgänger, der alerte Talkshow-Dauergast Hans Olaf Henkel, jahrelang für genug Wirbel gesorgt. Davon wollte sich der bedächtigere Schwabe dann doch ein wenig absetzen. - Inzwischen besucht auch Michael Rogowski die Deutschen jede Woche mehrmals per Bildschirm im Wohnzimmer: Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass die „Stimme der deutschen Wirtschaft“ ständig gefragt wird. Und dann antwortet Rogowski ohne dogmatische Scheuklappen.
Mit Erstaunen registrierten auch viele seiner Kollegen in den letzten Monaten, wie vehement sich ihr Präsident für den Reformkurs von Bundeskanzler Gerhard Schröder in die Bresche wirft. Vor den letzten Bundestagswahlen stand er noch ganz klar auf Seiten der Union. Aber da vermisst er zur Zeit das klare Konzept – und die Kanzler-Agenda 2010 sei zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, sagt er: „Die ist gut für die Wirtschaft und damit auch gut für das Land.“ Sein zweites Credo: Der Mensch braucht Kultur. Auch dafür tut er viel – und deshalb ist er heute Abend bei „Young Euro Classic“.

