Dominique Horwitz
Dominique Horwitz ist in der oft eitlen und oberflächlichen Branche der populären Sänger, Film- und Fernsehschauspieler eine echte Ausnahme: „Ich bin ein absoluter Perfektionist. Die erste Geige spielt immer das Stück, oder das Lied, oder das Chanson. Und dem hat sich alles unterzuordnen. Es gibt keine Eitelkeiten, es darf auch keine Eitelkeiten geben.“ Und deshalb füllt der inzwischen 46-Jährige, der immer noch so unverschämt jung wirkt, höchst selten die bunten Seiten der Boulevardpresse, dafür aber umso regelmäßiger die Konzert- und Theatersäle.
Seine Eltern mussten vor den Nazis fliehen, Dominique Horwitz wurde in Paris geboren und lebte dort, bis er 14 war. Er genießt die französische Mentalität, liebt aber die deutsche Ordnung: „In der Arbeit bin ich ein richtiger Preuße...Wenn ich darüber nachdenke, muss ich sagen, dass ich sehr gerne in Deutschland lebe, weil ich so viel Chaos und Desorganisation in mir trage. Es reicht ja, dass ich selber manchmal nicht weiß, wie ich etwas geregelt kriege. Alles um mich herum muss wirklich gut organisiert sein.“ Horwitz brilliert als Schauspieler, als Entertainer, als Sänger und als Regisseur eigener Produktionen wie "Jacques Brel" und "The Best of Dreigroschenoper". Ein Mann mit einer faszinierenden Ausstrahlung und einem unvergesslichen Gesicht: Wenn er "mit seiner tiefen, vollen Stimme von dem Wunsch singt, für eine Stunde schön zu sein, weiß man: Wer so singen kann, ist schön – auch mit Segelohren", schrieb eine Boulevardzeitung.
